Alessandro Casciaro
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Karl Plattner

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Im Opus Plattners nimmt die Graphik einen wichtigen Platz ein, ist bestimmt gleichwertig mit der Malerei anzusehen und hat aus bestimmten Gründen einen Vorteil mehr: Graphik kann leichter einem großen Publikum zugänglich gemacht werden. Plattner selbst hat im übrigen mehrmals erklärt, dass er sich vor allem deshalb der Gravierkunst angenähert habe, weil er den Wunsch hatte, die Erkenntnisse über seine künstlerische Arbeit zu vertiefen. Das Gesamtwerk Karl Plattners besteht aus einer Art thematischer Erneuerung der Malerei – von ihr gehen nämlich sehr viele Ideen aus – die allerdings neune Darstellungs- und Ausdrucksmöglichkeiten in jenem davon vollkommen verschiedenen Mittel findet, das eindeutig analytischer ist oder deswegen große Überzeugungskraft hat: der Gravierkunst. Dennoch gibt es viele Fälle, in denen die Gravierung ein Thema, eine Idee, einen Gehalt vielleicht sogar um viele Jahre vorwegnimmt. Während in der Malerei die Komposition von einer starken strukturellen Komponenten dominiert wird, die man wie ein geröntgtes Skelett auf dem Grund der mit großen übereinandergelagerten Farbflecken bemalten Leinen ahnt, so herrschen im graphischen Werk die Linien und das Zeichen vor, zarte Spuren, die die Platte in einem dichten Dialog zwischen Inhalt, Idee und Stil durchqueren. Auf der einen Seite also die Malerei, bedacht auf ihre beinahe gefallsüchtige Leistungsfähigkeit bei Farbe, Form und Raum, auf der anderen Seite die Gravierkunst, bedacht auf ihre analytischere Komponente, mehr geistig als strukturell unterwegs, eher mit zerbrechlichen Zeichen, die einen an die anderen angelehnt, als mit verdichteten Farbmassen, woraus, wie bei einem archäologischen Fund, die vollendete Form wieder an den Tag kommt. Die geistige Erregung, die die Gravierarbeit unterspannt, scheint sich manchmal nervöser, durchdringender, spitzer zu zeigen als es in den Ausführungen der Malerei den Anschein erweckt. Und dennoch scheint die Hilfe durch die Weichheit der Töne, durch Transparenzen und Farbgebungen des Pastells, die z.B. für die Aquatinta typisch sind, die expressionistische Überfülle jenes Menschen weder zu bändigen noch zu schwächen, der den Schrei von Munch in die Dürerische Melancholie fließen ließ.
Es ist ein Drama Plattners, und es besteht in der Verkörperung dessen, was man „den Augenblick zuvor“ nenne könnte: den Augenblick von dem Schrei, dem Fall, dem apokalyptischen Zusammenstoß, letztlich vor dem Tod. Die Stille , die Unbeweglichkeit, die Unergründlichkeit, die Sehnsucht, die Erwartung bilden charakteristische Kostanten in seinem Werk, das neue, ausdrucksstarke Fähigkeiten dank des so besonderen Mittels der Gravierung gewinnt, eines Mittels, das imstande ist, ein Überzeugungsvermögen auf kleinste Elemente zu beschränken wie auf die feinen Spuren, die die Blätter durchlaufen, bereit, von Tinte besetzt zu werden: zarte Adern von Farbe, die aus seinem Herzen heraus pulsieren.

Gabriella Belli
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