Alessandro Casciaro
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Italo Bressan e Marco Pellizzola

Viaggio nell'ombra

18.09. 17.10.2015
Alessandro Casciaro
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Viaggio nell’ombra ist eine Art zweifache Einzel-Wanderausstellung, die an verschiedenen Orten in Italien und im Ausland gezeigt wird. Darin machen sich Italo Bressan und Marco Pellizzola – beide unterrichten an der Akademie der Schönen Künste von Brera und sind seit den 1980er-Jahren auf nationalen und internationalen Ausstellungen präsent – anhand ihrer Arbeiten Gedanken über die heutige Praxis der Malerei, wobei sie den Wert des Schattens wiederentdecken.
 
Italo Bressan präsentiert sich nach der Einzelausstellung von 2009 erneut dem Bozner Publikum, und zwar mit einem neuen Zyklus, in dem es um den Dialog zwischen Licht und Schatten geht – zwei Polaritäten, die wechselseitig agieren und zusammenarbeiten. Sie zerstören die Maloberfläche nicht, sondern lassen sie im Gegenteil als Feld für schrittweise Enthüllungen wieder aufleben. Eine überaus lyrische Malpoetik, die von den Lehren der großen Meister der modernen Kunst beeinflusst ist.
Wenn man in die Dunkelheit eintaucht, kann man langsam wie aus einer Finsternis wieder auftauchen und ans Licht kommen. Wie verschwommene Nebel treten aus den Gemälden unablässig Schattenwürfe hervor, die sich auf ihrer Wanderung zwischen zuckenden Licht und Wellen von Farben verdichten und ausdehnen, um sich dann zu enthüllen und zu Raum zu werden.
 
Die Arbeit von Marco Pellizzola ist hingegen gekennzeichnet durch eine intensive Suche, zunächst vor allem im Bereich der Zeichen und in jenem der Malerei. Später entwickelt er ein besonderes Interesse für die Zeichnung, und zwar sowohl als Bestandteil von Installationen als auch als eigenständige Ausdrucksform, und für die Skulptur als Installationsobjekt. Seine Reise ins Licht hat er bereits durchgeführt, als er, mit dem Kopf in den Wolken, den Sternenhimmel durchstreifte auf der Suche nach Poesie, Fantasie und vielleicht Realität. In den jetzigen Arbeiten wendet er sich der dunklen Seite zu, die häufig die kollektiven Vorstellungen ängstigt. Der Künstler erforscht sie aber als Form der Erkenntnis, der Entdeckung: ein Schatten, der nicht verschleiert, sondern enthüllt, denn „in Wirklichkeit wollen wir nicht das zeichnen, was wir kennen, mit all seinen Lichtern, sondern, das, was wir nicht kennen, mit all seinen Schatten.“

Die Begleitpublikation zu diesen Wanderausstellungen versammelt die kritischen Apparate, die das Konzept und das Thema des Schattens in seiner historischen Entwicklung vertiefen.
Das Buch enthält zahlreiche Bilder von Künstlern und Malern, für die der Schatten ein integrierender Bestandteil ihres Werks und folglich einer andersartigen Auffassung war, in der er nicht nur ein „Doppelgänger“ ist, sondern zu einem eigenständigen Bildelement wird.

 
Italo Bressan wurde 1950 in Vezzano (TN) geboren. Er studierte an der Akademie der Schönen Künste von Brera, wo er seit 1982 Malerei unterrichtet. Seit 1974 beteiligt er sich an zahlreichen Ausstellungen sowohl in Italien als auch im Ausland. 2013 erhält er den Preis Bice Bugatti-Segantini für sein Lebenswerk. Er lebt und arbeitet abwechselnd in Mailand und Trient.
 
Marco Pellizzola wurde 1953 in Cento (FE) geboren. Nach dem Kunststudium arbeitet er von 1974 bis 1982 im Bologneser Atelier des Malers und Werbedesigners Sepo (Severo Pozzati). Anfang der 1980er-Jahre Beginn einer intensiven künstlerischen Tätigkeit mit zahlreichen Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen sowohl in Italien als auch im Ausland. Zurzeit ist er Dozent für Dekoration an der Akademie der Schönen Künste von Brera in Mailand.
 
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