Alessandro Casciaro
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Gotthard
Bonell

Zwischenwelten

19.11.2021 08.01.2022
Alessandro Casciaro
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Gotthard Bonell, einer der renommiertesten und vielseitigsten Künstler Südtirols, ist ein Maler mit authentischer Leidenschaft und ungemeinem Schaffensdrang. Immer wieder aufs Neue lotet er die vielfältigen Möglichkeiten des malerischen Ausdrucks aus, bewegt sich mit spielerischer Leichtigkeit am schmalen Grat zwischen Figuration und Abstraktion. Seine malerischen und zeichnerischen Techniken zeugen von altmeisterlicher Könnerschaft, sind aber auch offen für künstlerische Experimente. Mit unverwechselbarer Handschrift erschafft Bonell eine Welt, die sich intim und emotional berührend, aber auch rätselhaft und verstörend mit Grundfragen der Kunst und des menschlichen Seins auseinandersetzt. Davon kann man sich auch anhand der neuen Arbeiten in der Galerie Alessandro Casciaro überzeugen. Ausgangspunkt bildet die Naturlandschaft, insbesondere massive Gebirgsformationen, ebenso wie vielfältige Körperformen und Fundstücke. Berge erscheinen in flirrend atmosphärischen Lichtstimmungen und die unmittelbare Naturerfahrung ist spürbar, auch wenn die Ansichten bewusst keine weiträumigen, romantischen Panoramen bieten. Nah an uns herangezoomt werden die Felsen zu einer abstrahierten malerischen Geste.
Meist verschwimmen aber (Natur-) Landschaften mit Stillleben aus (verwesenden) Körperformen. Der figurative Gegenstand verselbstständigt sich, erfährt eine Metamorphose und wird zu einer neuen Form, die nicht leicht fass- oder beschreibbar ist. Unter der Haut liegende Schichten werden freigelegt, Schädel und fragmentierte Skelette erscheinen wie innere Landschaften, zart und verwaschen, rätselhaft und bedeutungsschwer. Komponiert in gedämpften Farben, getaucht im Sfumato einer weichen, nebligen Atmosphäre lässt uns der Künstler im Ungewissen, ob sich die Motive auflösen oder vielleicht doch neu zusammensetzen. Zeichnung und Malerei begegnen sich dialogisch, aber auch konfrontativ, bisweilen tauchen verstärkt collagierende Elemente auf, Seidenpapier wird in feinen Schichten auf die Holzplatte geklebt und künstlerisch bearbeitet. Vieles entwickelt sich während des Arbeitsprozesses, der Künstler lässt sich treiben, von dem Entstehenden, den Linien und Strukturen, die sich finden lassen, leiten. Zeichnen, wegwischen, überkleben, weitermalen. Memento mori, alles Sein ist endlich. Oder transformiert sich, geht in eine andere Daseinsform über. „Nichts ist beständig“, so Paul Ernst, „Alles ist Auflösung und Neubildung“. Der greifbare Körper ist Bonell nicht mehr so wichtig, er hat neue Wege gefunden, die Zwänge und das Vergehen des Leibes, die Endlichkeit der Existenz Bild werden zu lassen. Metamorphose und Vergänglichkeit, Alter und Tod: sanfte Farben, die an den Herbst erinnern, verwaschene, sich auflösende Formen, die den Verwesungsprozess alles Irdischen versinnbildlichen. Wundervolle Zwischenwelten voller Sinnlichkeit und Schönheit.

​Günther Oberhollenzer


Gotthard Bonell wurde 1953 in Trodena geboren. Nach seinem Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Venedig absolvierte er die Brera-Akademie in Mailand. Von 1980-81 war er Assistent an der Internationalen Sommerakademie in Salzburg und studierte seit 1985 Gesang am Claudio Monteverdi Konservatorium in Bozen. Er nahm an zahlreichen Ausstellungen in Italien, Österreich und Deutschland teil und widmete sich dem Schreiben verschiedener Texte, darunter Hautgrenze, Inszenierung und Verwandlung - Immagine della penombra und Rituale. Derzeit lebt und arbeitet er in Trodena. 

Unter den Gruppenausstellungen sind seine Zusammenarbeit mit dem Sgarbi-Projekt in Castellabate im Jahr 2016, die Abstraktion in der Maier-Galerie (A) 2016, seine Aktivitäten im Rudolf-Stolz-Museum (I) und Spazio delle Arti-Disegno (I) im Jahr 2017 zu nennen. Er hat auch zahlreiche Einzelausstellungen durchgeführt, hauptsächlich zwischen Italien, Österreich und Deutschland, darunter: 2017, Schloß Tirol, Meran (I) mit Lois Anvidalfarei; 2016, Palazzo Trentini, Trento (I); 2013, Goethe Galerie und Stadtgalerie Brixen (I); 2012, Schubertturm, Wien (A); 2008, Messner Mountainmuseum (I), Hofburg di Brixen (I) und Innen-Außen, Goethe Galerie, Bozen (I); 2005, Tiroler Volkskunstmuseum Innsbruck (A), Galerie Seywald, Salzburg (A); 2003, Portraits, Galerie Prisma, Bozen (I) und Deutsches Russisches Haus, Moskau (RU); 2002, Kupferstichkabinett, Accademia delle Belle Arti di Vienna (A); 1997, Schubertiade Feldkirch Montforthaus (A) und Goethe Galerie, Bozen (I).
 
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